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Holzschnitt - wie geht das?
Der Holzschnitt ist eine grafische Drucktechnik mit reliefartigem Druckstock, deren erhabene Teile eingefärbt und abgedruckt werden (Hochdruck). Der Abdruck erfolgt durch Handab- reibung (Reiber, Falzbein) oder durch eine Druckpresse (Kniehebelpresse). Kniehebel- pressen werden heute nicht mehr hergestellt oder sind kaum noch erhältlich, daher wird häufig auch auf Walzenpressen (Tiefdruckpressen) gearbeitet. Holzschnitte mit hohen Auflagen werden oft auf Buchdruckpressen gedruckt.
Merkmale des manuellen Holzschnitts
Die Rückseite des Druckes zeigt eine leichte Prägung (nicht bei Drucken, die auf Buch- druckpressen gedruckt werden)
Beim Handabzug wird das Papier auf der Rückseite durch den Reiber leicht glänzend (Reiberspuren)
Der Abzug zeigt an der Begrenzung der Druckfläche einen leichten Hof (Quetschrand)
Holzarten
Für den Holzschnitt eignen sich nahezu alle Naturhölzer, die von den Künstlern auch selbst verleimt werden oder auch in relativ naturbelassenem Zustand abgedruckt werden, gelegent- lich werden auch Industriehölzer (Plattenware) verwendet.
Werkzeuge
Grabstichel, Geißfuß, Rundstichel oder Rundeisen, Flacheisen und Konturenmesser gehören zur Grundausstattung eines Holzschneiders. Heute sicherlich auch modernere Werkzeuge, wie Fräsmaschinen. HAP Grieshaber verwendete für seine riesigen Holzschnitte gar die Motorsäge. Joachim Feldmeier entwickelte in den neunziger Jahren eine völlig neue CNC- gesteuerte Schneidetechnik zu Herstellung der Druckstöcke (CAW=Computer Assisted Woodcut). Hierzu mehr finden Sie auf der Homepage des Künstlers unter www.joachim-feldmeier.de
Vorzeichnung, Aufzeichnung, Übertragung
Es gibt nicht viele Möglichkeiten, die Zeichnung für den Schnitt auf die Holzfläche zu übertragen. Die direkte freie Aufzeichnung oder die Pause. Eine fototechnische oder chemische Übertragung auf den Druckträger Holz ist nicht möglich.
Drucktechniken
Innerhalb des Holzschnitts sind mehrere Drucktechniken möglich. Lesen Sie weiter auf der Seite Drucktechniken.
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